Mikrostrom vs. TENS – was nach einem Jahr übrig bleibt
In dieser Folge geht es um eine Frage, die in der Praxis jeden Tag zählt, aber selten sauber beantwortet wird: Was passiert bei einer Strombehandlung eigentlich langfristig? Nicht nach einer Woche – sondern nach einem ganzen Jahr.
Dafür schauen wir uns zwei brandaktuelle wissenschaftliche Arbeiten aus dem Jahr 2026 an. Die eine blickt tief in die einzelne Zelle, die andere begleitet echte Patienten über zwölf Monate. Zusammen ergeben sie ein überraschend klares Bild: Kurzfristig sieht vieles gleich aus – der entscheidende Unterschied zeigt sich erst mit der Zeit.
Wir klären den Unterschied zwischen TENS und Mikrostrom (MENS), warum der eine das Schmerzsignal über den Nerv dämpft und der andere eine Ebene tiefer bei der Zelle ansetzt, und was das für die langfristige Geweberegeneration bedeuten könnte.
Themen dieser Folge:
- TENS und Mikrostrom – worin sie sich grundlegend unterscheiden
- Studie 1: Wie Mikrostrom auf Zellebene den Entzündungs-Hauptschalter dämpft
- Studie 2: Ein 12-Monats-Vergleich von Mikrostrom und TENS an der Schulter
- Das „klinisch-radiologische Paradox" – wenn Symptome und Gewebestruktur auseinanderlaufen
- Warum der Mehrwert sich oft erst Monate später zeigt
- Was das für das Zusammenspiel von Bewegungstherapie und Mikrostrom bedeutet
Quellen zur Folge:
Wang, Z.-L., Li, H.-B., & Li, Y.-T. (2026). Combined in vitro microcurrent stimulation and celecoxib suppress NF-κB/NLRP3 signaling and cartilage catabolism in human chondrocytes. Immunologic Research. https://doi.org/10.1007/s12026-026-09847-2
Vrouva, S., Chanopoulos, K., Andreou, E., Stamou, M., & Koumantakis, G. A. (2026). Transcutaneous Electrical Nerve Stimulation (TENS) Versus Microcurrent Electrical Neuromuscular Stimulation (MENS) Combined with Kinesiotherapy in Partial-Thickness Rotator Cuff Tears: A 12-Month Randomized Controlled Trial. Healthcare, 14(19), 3290. https://doi.org/10.3390/healthcare14193290
Kommentare
Neuer Kommentar